Laienbruder

Aperi, Domine, os meum

Öffne, oh Herr, meinen Mund, damit ich preise deinen heiligen Namen. Reinige auch mein Herz von allen eitlen, verkehrten und fremden Gedanken; erleuchte den Verstand, entflamme das Gemüt, auf das ich würdig, achtsam und andächtig dieses Gebet verrichten möge und erhört zu werden verdiene vor dem Angesicht deiner göttlichen Majestät.
Durch Christus unsern Herrn.
Amen

Erläuterung:

"Vor dem Gebet bereite dein Herz und sei nicht wie ein Mensch, der Gott versucht." (Sir 18,23) So spricht der heilige Geist. Und in der Tat, wer sein Herz nicht bereitet, wird nicht imstande sein, gut zu beten. Wie aber wollen wir unser Herz bereiten?

Das Vorbereitungsgebet sagt es uns:

"Aperi, Domine, os meum etc. Öffne, o Herr, meinen Mund usw."
So beginnt es und lehrt uns, 1. daß wir uns vor Gott hinstellen und lebhaft an seine hl. Gegenwart denken sollen. Vor ihm demütigen wir uns im Bewußtsein unserer Unwürdigkeit; denn wer ist würdig, seinen hl. Namen zu preisen? Aber er will uns beistehen; ihn also bitten wir, daß er unsere Lippen zu seinem Lobe öffne. Ohne ihn vermögen wir ja nichts; ohne seinen Gnadenbeistand ist unser Gebet nichts; zu ihm also flehen wir, wie die Jünger: "Herr, lehre uns beten!"

Wir flehen 2. "Reinige mein Herz!"
Denn wer anders als er kann unsere Herzen reinigen?
Und rein muss unser Herz sein, wenn unser Gebet Gott gefallen soll: rein zunächst von Sünden und von sündhaften Willen, rein aber auch von allen Gedanken, welche der Andacht beim Gebet widerstreben. Solche Gedanken aber unterscheidet das Vorbereitungsgebet als eitle, oder als verkehrte, oder als fremde Gedanken. Eitel sind nicht bloß hochmütige, sondern auch alle irdischen und weltlichen Gedanken; solche sollen nie, am wenigsten aber beim Gebet, in unserem Herzen sein. Verkehrt sind alle sündhaften, aber auch alle irrigen Gedanken. Fremd endlich ist jeder zerstreuende Gedanke, der, wenn er auch an sich nicht sündhaft wäre, unser Herz doch von dem Gedanken an Gott, von der Andacht, abzieht; er gehört also nicht in das Herz des Betenden, weil er es hindert am Gebet; weil er das Gebet zu einem bloßen Lippengebet machen würde, das vor Gott ohne Wert ist.

Wir beten 3. "Erleuchte den Verstand!"
Ohne das Licht des hl. Geistes verstehen wir nicht, was uns zum Frieden dient. Gott soll, so flehen wir, unsern Verstand erleuchten, damit wir nicht allein den Sinn und die Bedeutung der Worte, die wir betend sprechen, verstehen, sondern auch die Geheimnisse des Reiches Gottes erkennen, welche den heiligen Worten des Gebets zugrunde liegen, und die wir betrachtend beherzigen sollen, während unser Mund die Worte der Gebete ausspricht. "Betet und lobpreist mit Verständnis", so befiehlt uns Gott; und je mehr wir dahin streben, durch treue Übung des betrachtenden Gebets dies Verständnis zu erhalten, desto sicherer wird auch unsere fernere Bitte Erhörung finden.

Wir bitten nämlich 4. "Entflamme das Gemüt!"
Unser Herz ist kalt, unsere Inbrunst ist gering, wenn nicht das Feuer des hl. Geistes unser Gemüt entflammt. Gott aber will uns diese heilige Glut geben, damit unser Herz in uns brenne bei seinen Worten, mit denen wir beten; damit inbrünstige Liebe uns zu ihm erhebe, zuversichtliche Hoffnung uns beruhige, entschlossene Opferwilligkeit uns aufrichte, heilige Sehnsucht nach ihm uns erfülle.

Vorbereitungsgebet - Erläuterung aus "Officium parvum Beatae Mariae Virginis" 1955 - siehe Bibliothek

Bibliothek

Zu den Schriften

Laienbruder


Mit dem Herzen beten

Es kam einmal ein reicher Mann zum obersten Priester in Russland und sagte: "Ich kenne drei Heilige. Sie leben auf einer Insel und haben zu Gott gefunden." Der Pope entgegnete: "Wie ist das möglich? Ich bin der höchste Priester in diesem Land, wie sollten drei Männer ohne mein Wissen zu Gott gefunden haben?! Ich will mich aufmachen und sie suchen."

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Er nahm ein Schiff und erreichte die Insel. Diese drei einfachen Männer aus dem Volk saßen unter einem Baum und beteten. Er hörte ihnen zu und musste laut lachen: "Ihr Dummköpfe! Wer hat euch denn dies Gebet beigebracht? Solchen Unsinn hab ich im Leben noch nicht gehört und ich bin der oberste Priester dieses Landes. Was ist das für ein komisches Gebet?"
Die drei zitterten vor Furcht und sagten: "Vergib uns! Wir sind unwissend, wir haben nichts gelernt. Wir haben uns dies Gebet selber ausgedacht." Das Gebet war denkbar einfach. Es ging so: "Wir sind zu dritt.. ." und weil Christen an die Dreifaltigkeit glauben, ging es weiter: ".. .und du bist auch zu dritt, erbarme dich unser. Das haben wir uns selber ausgedacht: Wir sind zu dritt du bist zu dritt: Erbarme dich unser. Wir wiederholen unser Gebet ständig, aber ob es ein richtiges oder falsches Gebet ist, wissen wir nicht." Der Oberpriester sagte: "Das ist ein völlig falsches Gebet, aber ich werde euch das richtige Beten beibringen, das autorisierte Gebet unserer Kirche." Es war eine endlose Litanei. Die drei hörten zitternd zu. Der Priester war sehr glücklich. Er fuhr heim in dem Glauben, eine tugendhafte Tat vollbracht zu haben, ein wirklich gutes Werk: Er hatte drei Heiden zum Christentum bekehrt.
Er war auf dem Heimweg und plötzlich drohte ein Gewitter. Er bekam es mit der Angst zu tun. Plötzlich riss er die Augen auf: Die drei Heiligen kamen eilig übers Wasser gerannt. Er traute seinen Augen nicht. Als sie sein Boot erreicht hatten, sagten sie "Bitte sag uns das Gebet noch einmal vor - wir haben es schon wieder vergessen. Es ist zu lang und wir sind einfache, ungebildete Leute. Bitte, nur ein Mal noch?"
Da fiel der Priester ihnen vor die Füße und sagte: "Vergebt mir! Ich habe gesündigt. Folgt ihr nur eurem Weg. Euer Gebet ist gut, es kommt aus dem Herzen. Mein Gebet taugt nichts, es kommt aus dem Kopf. Hört nicht auf mich. Geht nur zurück und betet weiter so."

Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910)

Leben in Liebe und Stille mit den Psalmen

In allen Lebenslagen können uns die Psalmen behilflich sein. Auch wenn es darum geht, wie ein "Leben in Liebe und Stille" gelingen kann. Die Textstellen wurden der Einheitsübersetzung von 2016 entnommen.

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Führung

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Außen

Selig der Mensch, der nicht nach dem Rat der Frevler geht, nicht auf dem Weg der Sünder steht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, Ps 1, 1
Der unschuldige Hände hat und ein reines Herz, der seine Seele nicht an Nichtiges hängt und keinen trügerischen Eid geschworen hat. Ps 24, 4

Gott selbst ist es, der uns auf die Frage Davids: „Herr wer darf Gast sein in deinem Zelt, wer darf weilen auf deinem heiligen Berg?“ Ps 15, mitteilt, wer in seiner Nähe, in seiner Wohnung leben darf:

Der makellos lebt und das Rechte tut, der von Herzen die Wahrheit sagt, der mit seiner Zunge nicht verleumdet hat, der seinem nächsten nichts Böses tat und keine Schmach auf den Nachbarn gehäuft hat.
Er wird nicht ändern, was er zum eigenen Schaden geschworen hat.
Sein Geld hat er nicht auf Wucher verliehen und gegen den Schuldlosen nahm er keine Bestechung an.
Ps 15

Innen

Nur im Schweigen, außen wie innen, in der Stille (1. Könige 19,11-12) kann die Stimme Gottes vernommen werden.

"Nicht immer ist das, von dem wir meinen, es für Gott und unser Heil tun zu müssen, ihm wohlgefällig. … All das nutzt nicht viel, wenn Gott dich in diesem Augenblick um etwas ganz anderes bittet. Bevor du zu handeln beginnst, ziehe dich zum inneren Gebet zurück und bitte ihn, dass sein Wille geschehe. … Lass dich von ihm und dem, was er für dich vorgesehen hat, senden und du wirst tiefe Erfüllung, sowohl in deinem Herzen, als auch bei deinem Tun spüren."
Johannes vom Kreuz (1542-1591)

Sei still vor dem Herrn und harre auf ihn! Ps 37, 7
Dir Gott ist Schweigen Lobgesang Ps 65, 2, damit man auf Erden deinen Weg erkenne. Ps 67, 3
Selig der Mensch, der Gefallen hat an der Weisung des Herrn, bei Tag und bei Nacht über seine Weisung nachsinnt. Ps 1, 2

Welche Freuden erwarten uns, wenn wir uns den Weisungen des Herrn öffnen?

Die Weisung des Herrn ist vollkommen, sie erquickt den Menschen.
Das Zeugnis des Herrn ist verlässlich, den Unwissenden macht es weise.
Die Befehle des Herrn sind gerade, sie erfüllen das Herz mit Freude.
Das Gebot des Herrn ist rein, es erleuchtet die Augen. Ps 19, 8-9

Versprechen

Ich unterweise dich und zeige dir den Weg, den du gehen sollst. Ich will dir raten, über dir wacht mein Auge. Ps 32, 8

Lasst uns beten:

Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mir leuchten. Ps 43, 3

Laienbruder

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Das Lied des rechten Tuns

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Vaterworte

Selig der Mensch, der nicht nach dem Rat der Frevler geht, /
nicht auf dem Weg der Sünder steht, *
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern sein Gefallen hat an der Weisung des Vaters, *
bei Tag und bei Nacht über seine Weisung nachsinnt.
Er ist wie ein Baum, *
gepflanzt an Bächen voll Wasser,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt *
und dessen Blätter nicht welken. Alles, was er tut, *
es wird ihm gelingen.

Ps 1

Bewahre deine Zunge vor Bösem; *
deine Lippen vor falscher Rede!
Meide das Böse und tue das Gute, *
suche Frieden und jage ihm nach!

Ps 34

Selig der Mensch, der auf den Vater sein Vertrauen setzt, *
der sich nicht zu Aufdringlichen wandte und zu in Lüge Verstrickten.

Ps 40

Errege dich nicht über die Bösen, *
ereifere dich nicht über jene, die Schlechtes tun!
Vertrau auf den Vater und tue das Gute *
Sei still vor dem Vater und harre auf ihn!
Errege dich nicht über den, dessen Weg Erfolg hat *
steh ab vom Zorn und lass den Grimm,
errege dich nicht, es führt zu Bösem! *
Meide das Böse und tue das Gute.

Ps 37

Lass dich nicht beirren, wenn einer reich wird *
und die Herrlichkeit seines Hauses sich mehrt.

Ps 49

Vertraut nicht auf Unterdrückung, *
verlasst euch nicht auf Raub!
Wenn der Reichtum wächst, *
verliert nicht euer Herz an ihn!

Ps 62

Erhebt nicht so hoch euer Haupt! *
Redet nicht mit stolz gerecktem Nacken!

Ps 75

Selig wer sich des Geringen annimmt.
Ps 41

Verhelft zum Recht der Geringen und Waisen, *
dem Elenden und dem Bedürftigen schafft Gerechtigkeit!
Befreit den Geringen und Armen, *
entreißt sie der Hand der Frevler!

Ps 82

Es begegnen einander Huld und Treue; *
Gerechtigkeit und Frieden küssen sich.

Ps 85

Selig, die das Recht bewahren, *
die Gerechtigkeit üben zu jeder Zeit.

Ps 106

Glücklich ein Mensch, der gnädig ist und leiht ohne Zinsen, *
der nach dem Recht das seine ordnet.

Ps 112

Vertraut nicht auf Fürsten, *
nicht auf den Menschen, durch den es keine Rettung gibt!

Ps 146

Selig, deren Weg ohne Tadel ist, *
die gehen nach der Weisung des Vaters.
Selig, die seine Zeugnisse bewahren, *
ihn suchen mit ganzem Herzen,
die kein Unrecht tun *
und auf seinen Wegen gehen.

Ps 119

Wirf deine Sorge auf den Vater.
Ps 55

Selbsterkenntnis

Vater, du hast mich erforscht und kennst mich. /
Ob ich sitze oder stehe, du kennst es. *
Du durchschaust meine Gedanken von fern.
Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen. *
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Ja, noch nicht ist das Wort auf meiner Zunge, *
siehe, Vater, da hast du es schon völlig erkannt.
Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen, *
hast auf mich deine Hand gelegt.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, *
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, *
wohin vor deinem Angesicht fliehen?
Wenn ich hinaufstiege zum Himmel ­ dort bist du; *
wenn ich mich lagerte in der Unterwelt ­ siehe, da bist du.
Nähme ich die Flügel des Morgenrots, *
ließe ich mich nieder am Ende des Meeres,
auch dort würde deine Hand mich leiten *
und deine Rechte mich ergreifen.
Würde ich sagen: Finsternis soll mich verschlingen *
und das Licht um mich soll Nacht sein!
Auch die Finsternis ist nicht finster vor dir, /
die Nacht leuchtet wie der Tag, *
wie das Licht wird die Finsternis.
Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, *
hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. *
Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke.
Dir waren meine Glieder nicht verborgen, /
als ich gemacht wurde im Verborgenen, *
gewirkt in den Tiefen der Erde.
Als ich noch gestaltlos war, *
sahen mich bereits deine Augen.
In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, *
die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war.
Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Vater! *
Wie gewaltig ist ihre Summe!
Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand. *
Ich erwache und noch immer bin ich bei dir.
Erforsche mich, Vater, und erkenne mein Herz, *
prüfe mich und erkenne meine Gedanken!
Sieh doch, ob ich auf dem Weg der Götzen bin, *
leite mich auf dem Weg der Ewigkeit!

Ps 139

Beistand

Vater, stelle eine Wache vor meinen Mund, *
behüte das Tor meiner Lippen!
Bewahre mein Herz vom bösen Wort, *
damit ich nicht frevlerische Taten verübe
zusammen mit Menschen, die Unrecht tun, *
damit ich nicht koste von ihren Genüssen!
Schlägt mich ein Gerechter, ist es Liebe, /
weist er mich zurecht, ist es Salböl, das mein Haupt nicht verweigert. *
Ja, immer noch bete ich für sie trotz ihrer Bosheit.

Ps 141

Laienbruder

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Rosenkränze

Maria und Josef

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Maria und Josef - Arme Seelen

Gegrüßet seid Ihr Maria und Josef, der Herr ist mit Euch.
Ihr seid gebenedeit als Mann und Frau und gebenedeit ist Euer Sohn Jesus, der sich der armen Seelen erbarmen wolle.
Heilige Maria, Heiliger Josef, bittet für die armen Seelen, daß sie bald erlöst werden.

Maria und Josef - Bitte für Andere

Gegrüßet seid Ihr Maria und Josef, der Herr ist mit Euch.
Ihr seid gebenedeit als Mann und Frau und gebenedeit ist Euer Sohn Jesus, der sich (Namen, Mutter, Vater,...) erbarmen wolle.
Heilige Maria, heiliger Josef bittet für (Namen, sie, ihn,...), damit (er, sie,...) (Erbarmen, Gesundheit,...) erfahre.

Maria und Josef - Bitte für uns

Gegrüßet seid Ihr Maria und Josef, der Herr ist mit Euch.
Ihr seid gebenedeit als Mann und Frau, die Ihr Euer Menschsein aufgeopfert habt, um dem Ruf unseres Schöpfers zu folgen.
Heilige Maria, heiliger Josef bittet für uns, damit auch wir die Stärke finden, uns demütig dem Willen Gottes zu fügen.



Laienbruder

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Rosenkranz

Heiliger Josef

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Zu den drei ersten Perlen:

Gegrüßet seist Du heiliger Josef, der Herr ist mit Dir. Du bist gebenedeit unter den Männern und gebenedeit ist Deine Frau Maria, mit der Du gebetet hast.
Heiliger Josef, hilf uns in unserer Not, die wir Zuflucht zu Dir suchen.

Gegrüßet seist Du heiliger Josef, der Herr ist mit Dir. Du bist gebenedeit unter den Männern und gebenedeit ist Dein Ziehsohn Jesus, mit dem Du gearbeitet hast.
Heiliger Josef, hilf uns in unserer Not, die wir Zuflucht zu Dir suchen.

Gegrüßet seist Du heiliger Josef, der Herr ist mit Dir. Du bist gebenedeit unter den Männern und gebenedeit ist Deine Familie, Maria und Jesus, mit denen Du gelitten hast.
Heiliger Josef, hilf uns in unserer Not, die wir Zuflucht zu Dir suchen.

Die fünf Gesätze:

Gegrüßet seist Du heiliger Josef, der Herr ist mit Dir. Du bist gebenedeit unter den Männern und gebenedeit ist Deine Familie, Maria und Jesus,

  1. die Du demütig angenommen hast. (Mt 1,18-24)
  2. denen Du Schutz und Fürsorge gegeben hast. (Lk 2,4-7)
  3. die Du in Sicherheit gebracht hast. (Mt 2,13-14)
  4. für die Du gesorgt und gearbeitet hast. (Mt 2,15)
  5. die Du zur Erfüllung der Verheißung zurück gebracht hast. (Mt 2,19-23)
Heiliger Josef, hilf uns in unserer Not, die wir Zuflucht zu Dir suchen.

Laienbruder

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andere Schriften


Die Liebe ist alles

Bruder Lorenz (1614-1691), Karmelit

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„Wir sind einzig für Gott geschaffen, es wäre daher nicht schlecht, wenn wir uns etwas weniger mit uns selbst beschäftigten und mehr mit ihm. In ihm werden wir besser verstehen, was uns fehlt, als wenn wir mit all unseren Überlegungen in uns selbst blieben.
Und vielleicht ist es nur ein Rest Eigenliebe, die uns in Form einer Idee der eigenen Vorzüglichkeit an uns selbst haften lässt und uns hindert zu Gott zu gelangen.“

„Wir suchen in der Vernunft und den Wissenschaften wie in einer schlechten Kopie das, was wir vernachlässigen im exzellenten Original nachzuschauen. Gott selbst hat sich auf den Grund unserer Seele gemalt und wir wollen ihn dort nicht sehen. Wir verlassen ihn für Oberflächlichkeiten und zieren uns, uns mit unserem König zu unterhalten, der ständig in uns gegenwärtig ist.“

„Auf dem Weg zu Gott zählen Gedanken wenig, die Liebe ist alles. Und es ist nicht nötig, mit großartigen Aufgaben betraut zu sein. Ich wende mein kleines Omelette in der Pfanne aus Liebe zu Gott. Wenn das Omelette fertig ist, und ich nichts mehr zu tun habe, knie ich nieder und verehre meinen Gott, von dem ich die Gnade erhalten habe, das Omelette zu machen, und danach erhebe ich mich wieder, zufriedener als ein König. Wenn ich nichts anderes tun kann, ist es genug für mich, aus Liebe zu Gott einen Strohhalm vom Boden aufzuheben.
Man sucht Methoden, um Gott lieben zu lernen und macht wer-weiß-was-für Übungen. Man gibt sich mit verschiedensten Techniken viel Mühe. Doch ist es nicht viel schneller und direkter, einfach alles aus Liebe zu Gott zu tun? Ihm zu dienen in allen Arbeiten? Sich seiner Gegenwart in uns zu vergewissern durch die Verbindung unseres Herzens mit ihm? Dazu braucht man keine Finessen. Man muss sich nur einfachen Herzens ihm zuwenden.“

(Ein Mitbruder drängte Bruder Lorenz, bei Gott für ihn um den rechten Geist des Gebets zu bitten, worauf Bruder Lorenz antwortete: „Du musst dafür deine eigene Kooperation einbringen und von deiner Seite aus arbeiten, um dich dieser Gabe würdig zu erweisen.“)

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Rosenkranz

Barmherzigkeitsrosenkranz

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Dieses Gebet wird mit einem einfachen Rosenkranz gebetet.

Bei den ersten drei Perlen:
1. Vater unser
2. Gegrüßet seist du, Maria
3. Apostolisches Glaubensbekenntnis

Bei jeder großen Perle wird anstelle des normalerweise gebeteten „Vater unser“ folgendes Gebet gesprochen:

Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt.

Bei den kleinen Perlen wird anstelle des normalerweise gebeteten „Gegrüßet seist du, Maria“ folgendes Gebet gesprochen:

Durch sein schmerzhaftes Leiden habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

Am Ende des Rosenkranzes wird folgende Anrufung dreimal wiederholt:

Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

Quelle: vaticannews.va

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Rosenkranz

Vergebungsrosenkranz

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Jesus sagte: «Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.» (Die Zahl 77 steht symbolisch für «immer». Warum sollen wir vergeben?

Jesus sagt: «Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer himmlischer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben» (Mt 6,14-15).

Im Vaterunser beten wir: «vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.»

Kreuzzeichen und Eingangsgebet:
Jesus mein Herr, Du kennst meine Schuld. Befreie mich! Erlöse mich! Du kennst alle offenen und verborgenen Verletzungen, die mir zugefügt wurden. Hilf mir zu vergeben und heile die Wunden meiner Seele. Hilf auch allen, die ich verletzt habe, mir zu vergeben. Amen.

Bei jeder Perle (77 Mal):
Vater, bitte hilf mir und allen, alles zu vergeben.

Schlussgebet:
Jesus Christus, Du hast uns gesagt : Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch, nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Jesus ich vertraue auf Dich! Amen.

Quelle: vergebungsrosenkranz.de

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Kartäuser

Kartusianische Litanei um Demut

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Herr, erbarme Dich.
Christus, erbarme Dich.
Herr, erbarme Dich.
Jesus, demütig und sanftmütig von Herzen, erhöre mich.

Vom Wunsch, geachtet zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Vom Wunsch, geliebt zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Vom Wunsch, gesucht zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Vom Wunsch, gelobt zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Vom Wunsch, geehrt zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Vom Wunsch, andern vorgezogen zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Vom Wunsch, um Rat gefragt zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Vom Wunsch, bestätigt zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Vom Wunsch, umschmeichelt zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Von der Furcht, gedemütigt zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Von der Furcht, verachtet zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Von der Furcht, abgelehnt zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Von der Furcht, verleumdet zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Von der Furcht, vergessen zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Von der Furcht, lächerlich gemacht zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Von der Furcht, verspottet zu werden,
befreie mich, o Jesus.
Von der Furcht, beleidigt zu werden,
befreie mich, o Jesus.

Oh Maria, Mutter der Demütigen,
bitte für mich.
Heiliger Josef, Beschützer der Seelen,
bitte für mich.
Heiliger Michael, der Erste, der den Stolz Satans gestürzt hat,
bitte für mich.
Alle Heiligen, durch die Demut gerechtfertigt,
bittet für mich.

Oh Jesus, Du, der gesagt hat:
„Lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen“,
lehre Du mich,
wahrhaftig sanftmütig und demütig von Herzen zu sein – wie Du.
Ehre sei dem Vater.

Rafael Kardinal Merry del Val y Zulueta
(10. Oktober 1865 in London, England – 26. Februar 1930 im Vatikan)
Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Quelle: brunonis.net

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Kartäuser

Sendung der Stille

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Aus dem Vorwort:

„Diese kleine Abhandlung vom inneren Leben ruht auf dem Neuen Testament. ... Weil es direkt auf das Ewige zugeht, kümmert es sich nicht um das Zufällige, um Stand und Lebensverhältnisse des Lesers.“

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Stundenbuch

Bilder aus dem Leben der Muttergottes
Einführung in die kleinen Tagzeiten unserer lieben Frau


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Aus dem Vorwort:

„Totius Ecclesiae os (Mund der ganzen Kirche) - glücklich, wem dieses Wort gilt! Glücklich, wem die Kirche Gottes das heilige Buch in die Hand gibt, das wir unter dem Namen Brevier kennen!“

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Stundenbuch

Kleine Tagzeiten unserer lieben Frau
Officium parvum Beatae Mariae Virginis


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Aus der Einführung:

„Das Officium parvum Beatae Mariae Virginis, schon seit mehr als tausend Jahren in der heiligen Kirche im Gebrauch, erscheint hier in einer Ausgabe, die nach ihrer Übersetzung und übersichtlichen Anordnung der einzelnen Teile vor anderen Ausgaben empfehlenswert sein dürfte.“

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Einleger als Hilfe zur Orientierung

 

«Hier noch ein paar kleine Tipps und Hilfen, zur Ausführung des Officiums»

Wer noch keine Erfahrung mit der Ausführung des Stundengebets hat, sollte zuerst die Anleitungen und Einführungen gründlich lesen.
Auch sollte man sich vertraut machen, mit den Zeiten im Kirchenjahr. Hierzu finden sich verschiedene Kalender im Internet, z. B.: https://introibo.net/kalender.php
Danach ist es ratsam als erstes mit einer Hore, zum Beispiel der Vesper, zu beginnen. Hierzu anhand der Anleitung für die Vesper (oder die Hore, die man sich ausgesucht hat) erst einmal Seite für Seite durchlesen. Dann zur richtigen Zeit, an der die Hore normalerweise gebetet wird, einmal komplett am Stück durch beten. Dies dann für einige Tage so vollziehen, bis man ein Gefühl der Sicherheit erlangt hat. Wenn es am Anfang etwas hackelt, das macht nichts, die Sicherheit und Routine kommt von alleine.

Zur zeitlichen Orientierung, hier eine Übersicht, wie ein Tag gestaltet werden kann.
Zum Tagesbeginn, nach dem Aufstehen, die Laudes, zum Abend, so 17:00 oder 18:00 Uhr, die Vesper und vor dem Zubettgehen die Komplet. Wer mehr Horen beten möchte kann auch die kleinen Tageshoren beten, um 08:00 Uhr die Prim, um 09:00 Uhr die Terz, um 12:00 Uhr die Sext und um 15:00 Uhr die Non.

Um zu sehen, wie die Tagzeiten in einem Kloster sein können, hier als Beispiel der Tagesplan für Laienbrüder der Kartäuser, die in der Nacht beginnen und am Abend enden.

  • 23:30 (00:30) Matutin und Laudes
  • 05:15 (06:15) Prim
  • 07:00 (08:00) Terz
  • 11:00 (12:00) Sext
  • 13:00 (14:00) Non
  • 16:45 (17:45) Vesper
  • 18:00 (19:00) Komplet

(Zeiten in Klammern = Sommerzeit)


Stundenbuch

Einführung in die lateinische Kirchensprache

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Aus dem Vorwort:

„Das Büchlein bezweckt eine Einführung in die lateinische Kirchensprache, soweit es für das Verständnis des Textes des Officium Parvum Beatae Mariae Virginis notwendig erscheint.“

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Infos zur Website

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Klausur

Der Trappistenabt P. Eugene Boylan (1904-1964) schrieb im Jahr 1958 über die Laienbrüder:

„Wenn Sie Mystiker im Kloster finden wollen, dann suchen Sie unter den Laienbrüdern.
Für mich ist eine der größten Demütigungen meines Lebens, die Heilige Messe zu zelebrieren, wenn ein Laienbruder als Messdiener anwesend ist.
Ich halte zwar den Herrn Jesus in meinen Händen, aber ich weiß wohl, dass Christus viel mehr an dem Mann interessiert ist, der neben mir kniet.
Es ist die größte Demütigung, die ich kenne.“